Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

In der Heimaterde von

In der Heimaterde

Und hat mich das Schicksal seit manchem Jahr
Dem Heimatboden entrissen,
Und wollen Garten und Elternhaus
Schon lange nichts von mir wissen –
Ein Plätzchen ist mein,
Das wartet auf mich
Im Schatten dunkler Cypressen!
Einst läßt es mich ein,
Und der Jahre des Leids
Und der einsamen Not zu vergessen. –

Es ruhen zur Seite die Lieben all:
Mein Kind, mein Vater, mein Gatte,
Und was ich an jungem, jauchzendem Glück
Mit ihnen begraben hatte.
Es leuchtet vom Stein
Manch heiliges Wort,
Die Winde kommen und gehen
Jahraus und jahrein,
Und ich lausche im Grund
Auf das Märchen vom Wiedersehen.