Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Ultima Thule von

Ultima Thule

Hier in dem Dunkel, auf
Pfadlosen Mooren,
Hab' ich in Nacht mich und
Nebel verloren.

Hoch von dem Felsen
Donnert der Wasserfall,
Tief in dem Abgrund
Donnert das Meer;
Laut von dem Doppelschall
Braust es umher.

Rings auf der Haid' erwacht
Unheimlich Leben;
Ossian's Geister
Kommen und schweben.
Kommen und schweben auf

Rauschenden Flügeln,
Ziehen hinüber nach
Cuchullin's Hügeln.
Winken mir, drohen mir,
Kichern und flüstern,
Wallen und wandeln und
Schwinden im Düstern.

Hier in dem Dunkel auf
Pfadlosem Moor
Schwebt mir, Geliebte, dein
Liebes Bild vor.
Über das Meer, das mir
Rollet zu Füßen,
Send' ich dies Lied,
Die Geliebte zu grüßen.