Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Im Oktober von

Im Oktober.

Nun brannt es herbstlich auf den Auen,
Den bunten Forst entlaubt der Nord
Und schwirrend steuert hoch im Blauen
Der Zug der Wandervögel fort.

Geheime Schwermuth rieselt bange
Mir durch's Gemüth im Windeswehn -
Fahr' wohl, mein Wald am Bergeshange!
Und werd' ich grün dich wiedersehn?

Ach, sicher trägt der Schwan die Kunde,
Wann's Zeit zu wandern, in der Brust;
Doch wer verkündet dir die Stunde,
O Herz, da du von hinnen mußt?