Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Einsamkeit von

Einsamkeit.

Hörst du nicht die Wellen gehen
Zwischen Stein und Blumen weit
Nach den stillen Waldesseeen,
Wo die Mamorbilder stehen
In der schönen Einsamkeit?

Von den Bergen sacht hernieder,
Weckend die uralten Lieder,
Steigt die wunderbare Nacht,
Und die Gründe glänzen wieder,
Wie du oft im Traum gedacht.

Und die Nachtigallen schlagen,
Und rings hebt es an zu klagen,
Ach, von Liebe todeswund;
Von versunk'nen schönen Tagen -
Komm, o komm zum stillen Grund.