Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Im Sommer von

Im Sommer.

Durch des Kornes enge Gassen
Langsam zieh' ich wohl einher,
Wenn die Ähren all' erblassen
Von verborg'nem Segen schwer;
Und so wandl' ich hin und sinne,
Und weiß nicht, was ich beginne.

Und der blaue Himmel webet
Sich herunter licht und warm,
Und die ganze Erde schwebet
Bräutlich still in seinem Arm;
Ach, inbrünstig süßes Neigen,
Innig Sehnen, glühend Schweigen!