Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Stromfahrt von

Stromfahrt.

Mit dem Wind, den Wellen
Geht das Schiff zu Thal!
Grüne Ufer stellen
Sich im Sonnenstrahl.

Ros'ge Wolken gaukeln
Leicht im Morgenwind,
Und die Wellen schaukeln
Unser Boot gelind.

Berg und Thal verschwinden -
O, wie reich beglückt,
Immer Neues finden,
Was das Herz entzückt!

Fröhliches Gewimmel
Spiegelt ab den Strand,
Hier den blauen Himmel,
Dort das grüne Land.

Bald ein schmuckes Städtchen,
Burg und Kloster bald;
Hier ein schönes Mädchen,
Dort den kühlsten Wald.

Fehlt auch nicht ein andrer,
Der sich gern gesellt -
Dreimal Heil dem Wandrer!
Ihm gehört die Welt.