Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Wolle keiner mich fragen von

Wolle Keiner mich fragen

Wolle Keiner mich fragen,
Warum mein Herz so schlägt;
Ich kann's nicht fassen, nicht sagen,
Was mich bewegt.

Als wie im Traume schwanken
Trunken die Sinne mir;
Alle meine Gedanken
Sind nur bei dir.

Ich habe die Welt vergessen,
Seit ich dein Auge gesehn;
Ich möchte dich an mich pressen
Und still im Kuß vergehen.

Mein Leben möcht' ich lassen
Um ein Lächeln von dir:
Und du - ich kann's nicht fassen -
Versagt es mir.

Ist's Schicksal, ist's dein Wille,
Du siehst mich nicht;
Nun mein' ich stille, stille,
Bis mir das Herz zerbricht.