Northeimer Datenbank Deutsches Gedicht

Trutz den Meistern von

Trutz den Meistern

Fliegendes Blat.

Drum ihr Gesellen halt euch gut,
Zu Hamburg das junge Blut,
Thut die Meister scheren;
Rommodedom und Faldrida,
Thut die Meister scheren.

Sagt in vierzehn Tagen auf,
Reiset fort mit schnellem Lauf,
Thut die Welt durchreisen; Romod. usw.

So ihr an Ort und Stelle werd kommen,
Sagt die Meister habn genommen
Geld aus unserer Lade; Romod. usw.

Den Gesellen, die davon sprechen,
Wollen wir den Hals zerbrechen,
Ja sie sollen schweigen; Romod. usw.

Gesellen gingen nach Altona hinaus,
Lebten da in Saus und Schmauß,
Auf des Meisters Gelder: Bomod. usw.

Als sie ein Vierzehn Tage gelegen,
Wollten sie das Geld erlegen,
Wolten sie es wohl ändern: Romod. usw.

Gesellen thäten sich resolviren,
Nach der Herberg zu spaziren,
Thäten da brav saufen: Romod. usw.

Thüren wurden zugemacht,
Trommel geschlagen, daß es kracht,
Bürger schlugen Lärmen: Romod. usw.

Vor die Herberg kamen an
Mehr als dreißig tausend Mann,
Bürger und Soldaten: Romod. usw.

Tischler gaben sich gefangen,
Kamen den Herren entgegen gegangen,
Fragten was sie wollen: Romod. usw.

Wir verlangen nicht mehr als Recht,
Oder es wird Hamburg schlecht,
Dieses Jahr ergehen: Romod. usw.

Schornsteinfeger fuhren fort:
Tischler saget nur ein Wort,
Sollen wir drein werfen: Romod. usw.

Tischler kamen aus Arest,
Liessen sich aufs allerbest
Die Trompeten blasen: Romod. usw.

Andre Handwerker allzumal
Riefen Vivat überall,
Es leben unsre Brüder: Romod. usw.

Nun Adjeu mein Lied ist aus,
Meister müssen gehn nach Haus,
All ihr Gut verkaufen: Romod. usw.

Wer hat uns dies Lied erdacht,
Das haben brave Burschen gemacht,
Die die Welt durchreisen,
Rommodedom und Faldrida,
Die die Welt durchreisen.